Umbrien
Im Herzen Mittelitaliens, umschlossen von den Nachbarregionen Latium, der Toskana und den Marken, ohne Zugang zum Meer, erstreckt sich die dünnbesiedelte Region Umbrien. Unbekannter als die Emilia Romagna und die Toskana, bietet Umbrien dem Urlauber ein Stück Bilderbuch-Italien, dessen Landschaften einem kunstvollen Gemälde gleichen. Wegen seiner zentralen Lage im Landesinneren und der fruchtbaren Landstriche wird Umbrien oftmals auch als “das grüne Herz Italiens” bezeichnet.
Die grünen Hügel Umbriens gestatten einen einzigartigen Panoramablick auf ebenso grüne, teils bewaldete Täler und Flusslandschaften. An zahlreiche Hänge schmiegen sich kleine Dörfer und Städtchen, deren steinernes Antlitz von einer weit zurückreichenden Geschichte kündet und die, bei näherer Betrachtung, ihre architektonischen und künstlerischen Schätze offenbaren, welche sie seit Jahrhunderten zu bewahren vermochten. Eine Reise nach Umbrien verspricht Ruhe und erholsame Entspannung inmitten einer Region, die seit jeher Durchzugsgebiet für zahlreiche Völker und Kulturen war, jedoch niemals im Mittelpunkt stand, weswegen sich gerade hier eine einzigartige Melange aus atemberaubenden Naturlandschaften, überschaubaren Städtchen und kulturellem Angebot entwickeln konnte. Umbrien bietet von allem etwas, jedoch niemals zuviel. Somit eignet sich Umbrien hervorragend für Familienurlaube, Rad- und Motorradtouren sowie Wanderurlaube und ist generell für jeden Reisenden zu empfehlen, der einen abwechslungsreichen Italienurlaub verbringen möchte und auf Strand und Meer verzichten kann.
Für Tagesausflüge empfehlen sich zahlreiche Ziele, wie etwa der kleine Ort Assisi mit seiner bekannten Basilika und dem mittelalterlichen Stadtbild, der Trasimenische See, an dessen Ufer der berühmte Feldherr Hannibal im zweiten Punischen Krieg die Römer bezwang, Deruta, bekannt für seine Keramiken, die in vielen kleinen Handwerksbetrieben kunstvoll gefertigt werden, Orvieto, dessen gotischer Dom schon von Ferne beeindruckt oder auch die Provinzhauptstadt Perugia, mit ihrer historischen Altstatt.
Die Küche Umbriens besticht durch die Verwendung von naturreinen Produkten und die einfachen, gleichwohl raffinierten Zubereitungsformen. Wald und Wiesen bieten Schweinen, Rindern, Schafen und Wild Nahrung. Diese Freilandhaltung schlägt sich in der Qualität der regionalen Fleischgerichte wieder, die sich durch einen kräftigen Geschmack auszeichnen. In den Eichenwäldern Umbriens wächst schwarzer Trüffel, der zur Verfeinerung zahlreicher Spezialitäten eingesetzt wird. Abgerundet wird jede vollwertige Malzeit natürlich mit einem Glas umbrischen Weines.
Das mediterrane Klima Umbriens unterscheidet sich nur unwesentlich von dem anderer Regionen Mittelitaliens – die Sommer sind warm und trocken, die Winter jedoch vergleichsweise mild. Nichtsdestotrotz fallen die Temperaturen im Winter auch des Öfteren unter die Nullgradgrenze. Wegen der Lage im inneren des Landes, liegen die Temperaturen Umbriens im Sommer geringfügig über denen der Regionen mit Meeresküste. Idealer Zeitpunkt für eine Reise nach Umbrien sind die Frühlings- und Herbstmonate.